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Einführung in das Regiosaatgut- und Regiopflanzgut-Konzept

 

Im Zuge von Kompensations- und Gestaltungsmaßnahmen werden in Deutschland jährlich viele Millionen Pflanzen durch Ansaaten und Pflanzungen in die Landschaft ausgebracht. Solche Maßnahmen können mit negativen Einflüssen auf die inner- und zwischenartliche Diversität der Landschaft verbunden sein, da im Rahmen dieser Maßnahmen gebietsfremde Pflanzen sowie vom Menschen selektierte Kulturformen auch einheimischer Arten in großer Zahl Verwendung finden. Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes und der von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten internationalen Abkommen, wie z.B. dem Übereinkommen über die Biologische Vielfalt.

Das Regiosaatgut- und Regiopflanzgut-Konzept wurde entwickelt, um den Einsatz von Wildpflanzenarten in ihrer gesamten genetischen Vielfalt zu fördern. Der Absicht nach handelt es sich um einen Kompromiss zwischen der derzeitigen Praxis der Pflanzenverwendung und der aus Sicht des Natur- und Artenschutzes wünschenswerten Verwendung von kleinräumiger gewonnenem Wildpflanzenmaterial.

Es wird vorgeschlagen, Regiosaat- und Regiopflanzgut in Zukunft als Mindeststandard für Begrünungsmaßnahmen in der freien Landschaft zu betrachten.

 Die Grundlagen für die Produktion und den Einsatz solchen Materials bildet eine Einteilung der Bundesrepublik Deutschlands in Herkunftsregionen  sowie ein kriterienbasierten Verfahren, welches die Auswahl von geeigneten Arten erlaubt.

Diese beiden Grundlagen werden den interessierten Pflanzenproduzenten und den Anwendern hier - in Form eines Kartendienstes und eines Artenfilters - zur Verfügung gestellt.

 

Bei Fragen oder Auskünften zum Kartendienst oder zum Artenfilter wenden sie sich bitte an die folgende Adresse: regiosaatumwelt.uni-hannover.de